FAQ / Hilfe

Umkehrosmoseanlagen, Umkehrosmosegeräte, Keimsperre, Umkehrosmosesysteme, Osmose, Osmotischer Druck, Arbeitsweise Umkehrosmose

Fragen und Antworten zur Umkehrosmose

  Wie arbeitet eine Umkehrosmoseanlage?   

Bei der Umkehrosmose wird Leitungswasser (Rohwasser) gegen eine synthetische, semipermeable (halbdurchlässige) Membran gepresst, die für Wassermoleküle durchlässig ist jedoch für Verunreinigungen nicht.
Auf der anderen Seite der Membran sammelt sich daher reines Wasser. Die Verunreinigungen werden weggespült, und in den Abfluss geleitet.
Um das Rohwasser durch die Membrane zu drücken, genügt der übliche Druck des Leitungswassers. Ist der Druck jedoch geringer als ca. 3,5 bar, dann muss eine Druckerhöhungspumpe(Boosterpumpe) verwendet werden.

  Wer erfand bzw. entwickelte die Umkehrosmose?   

Die Möglichkeiten der Umkehrosmose erkannte als Erster der Wissenschaftler und Forscher Sourirajan an der Universität Californien in den 50er Jahren.

Zuerst für die Entsalzung von Meerwasser eingesetzt, sah die Umkehrosmose so vielversprechend aus, dass die amerikanische Regierung ein umfangreiches Forschungsprogramm aufstellte, an dem sich zahlreiche bedeutende Firmen beteiligten.
In acht Jahren Forschung und mit einer Investition von über 22 Millionen Dollar entstand so die modernste und höchstentwickelte Wasseraufbereitungstechnik der heutigen Zeit.

Inzwischen wird die Umkehrosmose in einem breiten Spektrum von Industriezweigen eingesetzt, z.B. in der Lebensmittelindustrie, Glas- und Metallherstellung, Produktion von Computerplatinen, Pharmazeutik, Druckindustrie, etc. überall dort, wo Wasser von höchster Reinheit erforderlich ist. Betauungsanlagen in Supermärkten oder Berieselungsanlagen in der Baumschulen verwenden auch häufig Osmosewasser. Die Medizin verwendet Osmosewasser u.a. in Dialysegeräten zur Blutreinigung. Eine der spektakulärsten Anwendungen der Osmose-Technik ist die Trinkwasseraufbereitung in der Raumfahrt.

  Wie kann ich feststellen, ob ich einen Leitungsdruck von mind. 3 bar habe?   

Es gibt spezielle Messgeräte (Manometer), Sie können Ihren Vermieter oder Wasserwerk fragen welchen Druck Ihr Leitungsnetz hat. (Der Standard ist 3-4 bar in Deutschland)
Eine weitere Methode geht wie folgt: Stellen Sie einen 10 Liter Eimer unter den Hahn wo die Anlage eingebaut werden soll - schrauben Sie dann den Perlator ab - drehen Sie das Kaltwasser ganz auf - ist der Eimer innerhalb von 40 Sekunden voll, dann haben Sie einen Druck von ca. 3,5 bar.
Sollte der Wasserdruck geringer als 3,0 bar entsprechen, so empfehlen wir eine Booster Pumpe. Diese erhöht den Wasserdruck und die Osmosewasser-Produktion.

  Wie überprüfe ich die Qualität und Reinheit meines Osmose-Wassers?   

Wir empfehlen jedem Besitzer einer Umkehrosmoseanlage ein TDS/µS Gerät. Mit diesem Gerät können Sie den Leitwert (Summe der gelösten leitenden Teilchen pro ml) im Osmosewasser feststellen. Das TDS Gerät wird einfach kurz in das Wasser gehalten, und zeigt Ihnen über ein LCD Display den genauen Leitwert an. Osmosewasser (ohne Mineralisierungskartusche) hat einen Leitwert von ca. 10-50µS. Zum Vergleich: normales Leitungswasser hat einen Leitwert von ca. 400-1.500µS.
Der Grenzwert lt. Trinkwasserverodnung liegt derzeit bei 2.500µS!

  Welche Vorteile bringt mir so ein Umkehrosmosegerät?   

Die Umkehrosmoseanlage reinigt das Leitungswasser von vorhandenen anorganischen Mineralien und Fremdstoffen, wie z.B. medizinische Rückstände, Hormone, Kalk, Uran, Nitrat, Nitrit, Schwermetalle, um nur einige zu nennen. Sie erhalten auf der Ausgangsseite eines solchen Wasserfilters absolut reinstes Trinkwasser.

  Lässt sich Wasser, das mit unseren angebotenen Umkehrosmose-Anlagen erzeugt wurde, mit Flaschenwasser vergleichen?   

Viele Flaschenwasser sind kaum besser als normales Leitungswasser. Weiterhin gilt für den Verkauf von Wasser auch nur die Trinkwasserverordnung. Die Einhaltung der Standards wird oft nur auf Anfrage kontrolliert. Bei einer von der Zeitschrift "Natur" durchgeführten Untersuchung stellte sich heraus, das über 50% der untersuchten Marken Verunreinigungen vorwiesen, u.a. Arsen und Nitrat. Anfang Febuar 2009 hat die Uni Frankfurt außerdem in allen getesteten Mineralwässern mehr oder weiger hohe Konzentrationen an Hormonen gefunden.

  Reinigt das Umkehr-Osmose-System unser Trinkwasser auch von Asbestfasern?   

Erst vor kurzem wurde bekannt, das unser Trinkwasser, speziell in Großstädten, große Mengen an Asbestfasern enthält. So wies das Fraunhofer Institut im Trinkwasser mehrerer deutscher Städte rund 1 Million Asbestfasern pro Liter nach, in einem Fall sogar 11,1 Millionen. Die Fasern lösen sich aus dem Asbestzement in Leitungsrohren, die in den 60er Jahren verlegt wurden. Umkehrosmosegeräte bieten die einzige Möglichkeit, Asbest effektiv aus dem Leitungswasser zu entfernen.

  Wann müssen die Filter und die Membrane getauscht werden, und was kosten diese?   

Die Vorfilter sollten nach DIN 1988 Teil 8 jedes halbe Jahr getauscht werden. Nachfilter sollen nach 1 Jahr getauscht werden. NSF zertifizierte Markenfilter (z.B. von Kemflo, KX Technologies, Aquaphor oder Omnipure) kosten je ca. 10,- bis 15,- €. Die Membrane sollte alle 3-4 Jahre getauscht werden, und kostet je nach Modell und Leistung zwischen 50,- und 90,- Euro

  Kann das System auch Bakterien und andere Mikroorganismen aus dem Wasser entfernen?   

Ja- die Porengröße ist mehr als 1000 mal kleiner als Viren, Bakterien, Parasiten. Jedoch gibt es ein ABER weshalb die Hersteller der Membranen lediglich eine max. Filterung von >99% angeben. Beim Herstellungsprozess und dem Wickeln der Membran können Mikroläsionen und Pinhols entstehen. Durch diese kann dann bis 1% durchschlüpfen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, schaltet eine Keimsperre vor den Entnahmehahn. Dies schütz Ihre Anlage auch vor einer rückwärtsgerichteten Verkeimung vom Entnahmehahn ausgehend.

  Wie ist das Verhältnis Osmosewasser/Abwasser?   

Unsere Umkehrosmoseanlagen werden mit einem Verhältnis von ca. 1 zu 2 eingestellt. Das heißt wenn Sie ohne Tank betrieben werden. Wird jedoch ein Tank angeschlossen so steht der Tankdruck dem Leitungswasserdruck an der Membrane entgegen. Die Druckdifferenz an der Membrane sinkt und somit die Produktionsleistung. Deswegen werden Tankanlagen mit einem mittleren Reinwasser / Abwasserverhältnis von 1 zu 4 angegeben. Eine Permeatpumpe (Patentinhaber ist die deutsche Firma WAPURA) reduziert den Tankgegendruck auf ca. 0,3 bar weswegen eine solche Osmoseanlage, trotz Tank, mit einem Verhältnis von 1 zu 2 arbeitet.
Diese Angaben können jedoch nur ca. Werte sein, da die Produktionsmenge einer TFC Membrane außerdem von der Temperatur des Wassers, dem Härtegrad und dem Wasserdruck abhängt.

  Warum entsteht Abwasser, wenn man Osmosewasser erzeugt?   

Die Umkehrosmose-Membrane muss von den abgewiesenen Schadstoffen befreit werden damit die Poren nicht verstopfen. Über die Membranoberfläche soll min. die doppelte Menge an Abwasser fließen um eine ausreichende Strömungsgeschwindigkeit zu gewährleisten. Deswegen produzieren alle Umkehrosmosegeräte auch Abwasser.

  Was ist eine Booster Pumpe, und wofür braucht man diese?   

Eine Boosterpumpe ersetzt evtl. fehlenden Leitungsdruck. Die Osmoseanlage braucht einen Leitungsdruck von mind. 3,5 bar, damit diese Osmosewasser produzieren kann. Ist der Leitungsdruck niedriger, ist der Einsatz einer Booster Pumpe unumgänglich. Ebenso wenn Sie die Anlage im Keller installieren möchten, und das Wasser nach oben befördern wollen.

  Werden durch das Prinzip der Umkehrosmose auch Mineralien entfernt?   

Ja. Mineralstoffe sind im Wasser in Form von mineralischen Salzen (auch anorganischen Mineralien genannt) enthalten. Der menschliche Organismus nimmt Mineralien in dieser Form jedoch nur auf, wenn er seinen Bedarf nicht in organischer Form aus Nahrungsmitteln decken kann.
Im Gegensatz dazu treten Mineralien in Nahrungsmitteln nicht als mineralische Salze auf, sondern in Verbindung mit Proteinen, Enzymen und natürlichem Zucker.
Einige anorganische Mineralien, welche im Leitungswasser vorkommen, sind gesundheitsschädlich (z.B. Nitrate, giftige Metalle, alle Spurenelemente in toxischen Mengen).
Es gibt bis heute keine Technik der Wasseraufbereitung, außer der Umkehrosmose, diese Stoffe bis zu 100% zu entfernen.
Wenn Sie über das Wasser die Menge Mineralien, wie sie z.B. in einer Banane sind, aufnehmen möchten, müssten Sie mindestens 25 Liter Wasser trinken!

  Sind es nicht gerade die Mineralien, die dem Trinkwasser den Geschmack geben?   

Viele Menschen glauben, das der Mineralgehalt den guten Geschmack des Wassers hervorbringt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wasser enthält seinen guten Geschmack und seine durststillenden Eigenschaften duch die Menge des darin gelösten Sauerstoffes und durch die Abwesenheit größerer Mengen von Mineralsalzen.

Der mehrstufige Reinigungsprozess des Umkehrosmosegeräts bringt fast das gesamte Leitungswasser auf diesen hohen Qualitätsstandard. Als erstes wird dabei die Menge der Mineralsalze stark reduziert (98% - 100%). Da aber nicht nur Wasser, sondern auch Sauerstoff die Umkehrosmose Membrane durchdringen kann, wird das gereinigte Wasser zusätzlich noch mit Sauerstoff angereichert.

  Ist osmotisch gereinigtes Wasser schädlich für den Menschen?   

Reines Wasser ist für Mensch und Tier gesund. Das Wasser das wir trinken, dient dem Körper bei der Nährstoffaufnahme als Transportmittel zu den Zellen hin und es soll die Giftstoffe die wir täglich zu uns nehmen und die Abfallprodukte die unser Körper produziert, ausschwemmen. Ferner ist es notwendig für die Regulierung der Körpertemperatur. Ist das Wasser schon mit "Mineralien" und anderen Stoffen voll "beladen", kann es keine, oder weniger andere Stoffe aufnehmen um den Austausch in unseren Körper zu erfüllen. Die Mineralien, die unser Körper benötigt, nimmt er zu 98% in organisch gebundener Form über die Nahrung auf, die Mineralien im Wasser sind fast wertlos.

Haben Sie Fragen, die hier nicht beantwortet sind? Bitte schreiben Sie uns eine e-mail im Kontaktbereich oder rufen Sie uns an.


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